Eine Mikrozement Dusche gehört heute zu den beliebtesten Lösungen für moderne Badezimmer. Immer mehr Bauherren und Renovierer entscheiden sich bewusst gegen klassische Fliesen und setzen stattdessen auf fugenlose Oberflächen aus Mikrozement. Das Ergebnis ist ein ruhiges, minimalistisches Design mit einer hochwertigen Betonoptik, das gleichzeitig funktional und langlebig ist.
Mikrozement eignet sich hervorragend für Duschen, Badezimmerböden, Wände und komplette Badkonzepte, da das Material nur wenige Millimeter dick aufgetragen wird und dadurch auch bei Renovierungen ideal eingesetzt werden kann.
Mit Mikrozement SD steht ein System zur Verfügung, das speziell für langlebige Oberflächen entwickelt wurde und sich in zahlreichen Projekten über viele Jahre bewährt hat.

Was ist eine Mikrozement Dusche?
Eine Mikrozement Dusche ist eine fugenlose Beschichtung, die aus mehreren dünnen Schichten aufgebaut wird. Der Aufbau besteht typischerweise aus:
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vorbereiteter Untergrund
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Haftbrücke / Grundierung
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mehreren Mikrozement-Schichten
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abschließender Versiegelung
Die gesamte Schichtstärke liegt meist nur bei 2 bis 3 Millimetern. Dadurch kann Mikrozement häufig auch auf vorhandene Fliesen oder mineralische Untergründe aufgetragen werden.
Die Oberfläche wird anschließend mit einem hochwertigen Schutzlack versiegelt, der dafür sorgt, dass die Dusche dauerhaft wasserbeständig, abriebfest und pflegeleicht bleibt.
Warum Mikrozement SD ideal für Duschen ist
Der größte Vorteil von Mikrozement ist die fugenlose Oberfläche. In klassischen Fliesenbädern sammeln sich häufig Kalk, Seifenreste oder Schmutz in den Fugen. Bei einer Mikrozement Dusche entfällt dieses Problem vollständig.
Weitere Vorteile sind:
Fugenloses Design – praktisch, hygienisch und gestalterisch vielseitig
Ein wesentlicher Vorteil von Mikrozement ist die vollständig fugenlose Oberfläche. Dadurch entsteht nicht nur ein ruhiges und modernes Erscheinungsbild, sondern auch ein deutlicher praktischer Nutzen im Alltag. In klassischen gefliesten Duschen sammeln sich Wasser, Kalk und Schmutz häufig in den Fugen. Diese Bereiche sind schwieriger zu reinigen und können langfristig ein Nährboden für Schmutz oder sogar Schimmelsporen werden. Eine fugenlose Mikrozementoberfläche vermeidet dieses Problem vollständig.
Gerade im Duschbereich zeigt sich dieser Vorteil besonders deutlich. Nach dem Duschen kann die Oberfläche sehr einfach mit einem Fensterabzieher von Restwasser befreit werden. Das funktioniert ähnlich wie bei einer Glasfläche: Das Wasser wird einfach abgezogen und die Fläche trocknet schnell ab. Dadurch verbleibt deutlich weniger Feuchtigkeit auf Wänden oder Böden, was wiederum dazu beiträgt, dass die Luftfeuchtigkeit im Badezimmer schneller sinkt. Der gesamte Vorgang dauert meist nur wenige Sekunden und ist in der Regel schneller erledigt, als wenn man Glasflächen reinigen oder Fliesenfugen trocknen müsste. Nach dem Abziehen und einem kurzen Nachwischen mit einem Tuch wirkt die Dusche oft so, als wäre sie gar nicht benutzt worden.
Ein weiterer Vorteil der fugenlosen Oberfläche besteht darin, dass sich kaum Schmutzablagerungen bilden können. Da keine Fugen vorhanden sind, gibt es keine Stellen, in denen sich dauerhaft Feuchtigkeit oder Rückstände sammeln. Die Oberfläche trocknet gleichmäßig und sauber ab. Wassertropfen oder Flecken, die man häufig auf Fliesen sieht, sind auf einer korrekt versiegelten Mikrozementfläche deutlich weniger sichtbar.
Neben diesen praktischen Vorteilen bietet Mikrozement auch enorme gestalterische Freiheit. Die Beschichtung ist sehr dünn und flexibel, sodass sich nahezu jede Oberfläche individuell gestalten lässt. Mikrozement kann in unterschiedlichsten Farbvarianten verarbeitet werden und ermöglicht sowohl ruhige Betonoptiken als auch sehr kreative Oberflächen. Wer möchte, kann sogar mit künstlerischen Techniken arbeiten und individuelle Strukturen oder Farbverläufe erzeugen. Techniken wie beispielsweise Stucco Veneziano lassen sich ebenfalls integrieren und ermöglichen hochwertige Oberflächen mit marmorähnlicher Struktur oder dekorativen Akzenten, beispielsweise mit metallischen oder goldenen Effekten. Der Kreativität sind hier nahezu keine Grenzen gesetzt.
Ein weiterer Vorteil ist das geringe Gewicht des Materials. Mikrozement wird nur in einer sehr dünnen Schicht aufgetragen, wodurch der Aufbau einer Wand oder eines Bodens kaum an Stärke zunimmt. Im Gegensatz zu schweren Fliesen oder Natursteinplatten wird das Bauwerk also nicht unnötig belastet. Gleichzeitig bleibt die Oberfläche flexibel und widerstandsfähig.
Auch langfristig bleibt die Gestaltung sehr flexibel. Wenn man nach einigen Jahren eine Veränderung wünscht, kann die Oberfläche einfach neu versiegelt oder sogar farblich neu gestaltet werden. Der bestehende Aufbau bleibt erhalten, da der Mikrozement weiterhin als stabile Grundlage dient. Mit einem passenden Lack desselben Herstellers kann beispielsweise eine neue Farbgestaltung erfolgen, ohne dass das gesamte Badezimmer neu aufgebaut werden muss. Dadurch lassen sich Renovierungen deutlich einfacher umsetzen.
Moderne Betonoptik und kreative Gestaltungsmöglichkeiten
Mikrozement ist besonders bekannt für seine moderne Beton- oder Spachteloptik. Diese Oberfläche wirkt ruhig, elegant und zeitlos und passt besonders gut zu modernen Badezimmern, offenen Wohnräumen oder minimalistischen Architekturkonzepten.
Die Betonoptik kann dabei sehr unterschiedlich ausfallen. Je nach Verarbeitungstechnik entstehen fein strukturierte, wolkige oder leicht bewegte Oberflächen, die jeder Fläche eine individuelle Charakteristik verleihen. Dadurch gleicht keine Mikrozementfläche exakt der anderen, was den handwerklichen Charakter dieses Materials besonders unterstreicht.
Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die Gestaltung auch später noch verändert werden kann. Wenn man sich nach einigen Jahren eine andere Farbe oder einen neuen Look wünscht, kann eine zusätzliche Mikrozementschicht aufgetragen werden. Anschließend wird die Oberfläche erneut versiegelt und erhält damit ein komplett neues Erscheinungsbild. Da der ursprüngliche Untergrund bereits vorbereitet und stabil ist, muss kein kompletter Neuaufbau erfolgen. Dadurch lassen sich Räume relativ einfach modernisieren oder an neue Designwünsche anpassen.
Pflegeleichte Oberfläche im Alltag
Ein weiterer großer Vorteil von Mikrozement ist die einfache Pflege. Durch die fugenlose Oberfläche lassen sich Schmutz und Kalk deutlich leichter entfernen als bei gefliesten Flächen. Für die Reinigung reicht in der Regel ein neutraler Reiniger und ein weiches Tuch oder ein Mopp.
Aufwendiges Schrubben, wie es bei Fliesenfugen oft notwendig ist, entfällt vollständig. Die Reinigung lässt sich daher sehr schnell erledigen und dauert meist nur wenige Minuten. Gerade im Badezimmer oder in der Dusche ist das ein erheblicher Komfortgewinn.
Wir empfehlen in den meisten Fällen eine matte Oberfläche, da diese optisch besonders ruhig wirkt. Matte Versiegelungen reflektieren das Licht deutlich weniger als glänzende Oberflächen. Dadurch sind Wasserflecken oder kleine Gebrauchsspuren wesentlich weniger sichtbar, und die Fläche behält langfristig eine sehr gleichmäßige und hochwertige Optik.
Hohe Belastbarkeit und langfristiger Schutz
Mit der richtigen Versiegelung entsteht aus Mikrozement eine sehr robuste und widerstandsfähige Oberfläche. Besonders in Badezimmern, Duschen oder Küchen muss eine Oberfläche dauerhaft Feuchtigkeit, Reinigungsmitteln und mechanischer Beanspruchung standhalten. Eine hochwertige PU-Versiegelung schützt den Mikrozement zuverlässig und sorgt dafür, dass die Oberfläche langfristig stabil bleibt.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der Schutz jederzeit erneuert werden kann. Wenn die Oberfläche nach vielen Jahren intensiver Nutzung aufgefrischt werden soll, kann eine neue Versiegelungsschicht aufgetragen werden. Dadurch erhält die Fläche wieder ihre ursprüngliche Widerstandsfähigkeit.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, mit einem farbigen Lack desselben Herstellers eine neue Gestaltung zu realisieren. So kann beispielsweise ein Badezimmer später vollständig in Weiß oder einer anderen Farbe lackiert werden, während der vorhandene Mikrozement weiterhin als stabile Grundlage dient. Die ursprünglichen Vorteile der Oberfläche bleiben dabei vollständig erhalten.
Diese Kombination aus Gestaltungsmöglichkeiten, Widerstandsfähigkeit und einfacher Pflege macht Mikrozement zu einem der vielseitigsten Materialien im modernen Innenausbau. Gerade im Badezimmer bietet er eine langlebige und gleichzeitig sehr flexible Lösung für hochwertige, fugenlose Oberflächen.
Die richtige Versiegelung ist entscheidend
Ein entscheidender Faktor für die Haltbarkeit einer Mikrozement Dusche ist die Versiegelung der Oberfläche.
Bei Mikrozement SD wird bewusst eine hochwertige lösemittelbasierte Versiegelung von RUCO verwendet. Diese Art von Lack bietet im Vergleich zu vielen wasserbasierten Systemen eine deutlich höhere Widerstandsfähigkeit gegen:
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Wasser
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Reinigungsmittel
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mechanische Belastung
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chemische Einflüsse
Für die Versiegelung wird ein Lack des Herstellers Ruco verwendet. Dieser Lack ist ursprünglich als Außenlack zugelassen und dadurch besonders widerstandsfähig gegenüber Feuchtigkeit, Temperaturunterschieden und mechanischer Beanspruchung.
Gerade in einer Dusche ist diese hohe Belastbarkeit ein entscheidender Vorteil.
Sicherheit und geprüfte Qualität
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die gesundheitliche Sicherheit der Oberfläche.
Die verwendete Versiegelung erfüllt Prüfanforderungen im Zusammenhang mit:
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Kontakt mit Lebensmitteln
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Kinderspielzeug
Diese Prüfungen erfolgen nach europäischen Normen, die sicherstellen, dass keine gesundheitsschädlichen Stoffe aus der Oberfläche freigesetzt werden.
Dadurch eignet sich die Oberfläche nicht nur für Badezimmer, sondern auch für Bereiche wie:
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Küchen
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Arbeitsplatten
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Möbel
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Wohnräume
Mikrozement im Badezimmer – typische Anwendungen
Neben Duschen wird Mikrozement häufig im gesamten Badezimmer eingesetzt.
Typische Anwendungen sind:
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bodengleiche Duschen
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Badezimmerböden
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Duschwände
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Waschbeckenverkleidungen
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Badmöbel
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Wandflächen
Durch die fugenlose Verarbeitung entsteht ein einheitliches und ruhiges Gesamtbild im Bad.
Häufige Fehler bei Mikrozement Duschen
Damit eine Mikrozement Dusche dauerhaft funktioniert, müssen einige wichtige Punkte beachtet werden.
1. Untergrundvorbereitung und Abdichtung im Duschbereich
Eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine langlebige Mikrozement Dusche ist der korrekt vorbereitete Untergrund. Dabei geht es nicht nur um eine saubere Oberfläche, sondern vor allem um die fachgerechte Abdichtung des Nassbereichs nach DIN-Norm.
Gerade bei älteren Badezimmern ist häufig nicht sicher, ob die Abdichtung unter den bestehenden Fliesen noch ausreichend vorhanden ist. In vielen Fällen wurde früher nur sehr sparsam oder teilweise gar nicht abgedichtet. Außerdem kann eine alte Abdichtung im Laufe der Jahre altern oder beschädigt werden. Deshalb sollte der Zustand der vorhandenen Abdichtung immer sorgfältig geprüft werden.
Wichtig zu verstehen ist: Mikrozement selbst gilt nicht als Abdichtungssystem.
Die Abdichtung muss immer im Untergrund erfolgen. Nur so kann dauerhaft verhindert werden, dass Feuchtigkeit in Wand oder Boden eindringt.
Für die Abdichtung empfehlen wir aktuell die Flüssigfolie von Sopro in Kombination mit den passenden Dichtbändern und Manschetten. Dieses System hat sich in vielen Projekten bewährt und lässt sich zuverlässig in den Aufbau integrieren.
Eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine langlebige Mikrozement-Dusche ist der korrekt vorbereitete und fachgerecht abgedichtete Untergrund. Gerade in älteren Badezimmern ist häufig nicht sicher, ob die Abdichtung unter den bestehenden Fliesen noch ausreichend vorhanden ist. In vielen Fällen wurde früher nur teilweise oder sehr sparsam abgedichtet, und zusätzlich kann eine vorhandene Abdichtung im Laufe der Jahre altern oder beschädigt werden. Deshalb sollte der Zustand der vorhandenen Abdichtung immer sorgfältig geprüft werden, bevor mit einer neuen Oberfläche gearbeitet wird. Wichtig zu verstehen ist dabei: Mikrozement selbst gilt nicht als Abdichtungssystem. Die Abdichtung muss immer im Untergrund erfolgen. Nur so kann dauerhaft verhindert werden, dass Feuchtigkeit in Wand oder Boden eindringt und dort langfristige Schäden verursacht.
Für die Abdichtung empfehlen wir aktuell die Flüssigfolie von Sopro in Kombination mit den passenden Dichtbändern und Dichtmanschetten. Dieses System hat sich in vielen Projekten bewährt und lässt sich zuverlässig in den gesamten Aufbau integrieren. Bevor mit dem eigentlichen Aufbau begonnen wird, muss der Untergrund jedoch vollständig überprüft werden. Die Fläche muss stabil, tragfähig, rissfrei und sauber sein sowie dauerhaft fest mit dem Untergrund verbunden sein. Lose Wandbeläge oder sich lösende Fliesen dürfen auf keinen Fall überarbeitet werden. Ebenso müssen hohle Fliesen, gebrochene Fliesen oder beschädigte Fugen vollständig entfernt werden.
Auch alte Silikonreste stellen ein Problem dar, da auf Silikon keine dauerhafte Haftung entsteht. Deshalb sollten alte Silikonfugen grundsätzlich vollständig entfernt werden. Anschließend empfiehlt es sich, die betroffenen Bereiche mit einem geeigneten Silikonentferner oder Reiniger nachzuarbeiten, damit wirklich keine Rückstände mehr vorhanden sind, die später die Haftung der Materialien beeinträchtigen könnten. Risse oder andere Fehlstellen im Untergrund müssen ebenfalls sorgfältig ausgebessert werden, bevor mit dem eigentlichen Aufbau begonnen wird.
Wenn der Untergrund gereinigt und geprüft wurde, erfolgt die eigentliche Vorbereitung der Fläche. Zunächst wird eine geeignete Grundierung aufgetragen. Je nach Beschaffenheit des Untergrundes kommen dabei unterschiedliche Produkte zum Einsatz. Für saugende Untergründe eignet sich beispielsweise ein Tiefengrund von Sopro. Für glatte oder nicht saugende Oberflächen kann ein Haftgrund mit Quarzsand verwendet werden, der als Haftbrücke dient. Diese Grundierung sorgt dafür, dass die nachfolgenden Schichten zuverlässig mit dem Untergrund verbunden sind.
Im nächsten Schritt wird ein Wandputzgewebe in die Fläche eingelegt. Dieses Gewebe stabilisiert den Untergrund zusätzlich und reduziert das Risiko späterer Spannungsrisse. Anschließend wird die gesamte Fläche mit Sopro RAM 3 vollflächig abgezogen. Ziel ist es, eine möglichst glatte, ebene und homogene Oberfläche herzustellen. Dieser Arbeitsschritt ist besonders wichtig, da Mikrozement ein sehr dünner Belag ist. Die Schichtstärke liegt meist nur bei wenigen Millimetern. Unebenheiten oder Fehler im Untergrund lassen sich später nicht einfach mit Mikrozement ausgleichen. Einer der häufigsten Fehler bei Mikrozement-Projekten besteht darin, dass der Untergrund nicht ausreichend vorbereitet wurde. Deshalb sollte dieser Schritt besonders sorgfältig ausgeführt werden.
Nachdem die Fläche mit RAM 3 gespachtelt wurde, muss sie vollständig trocknen. Dabei sollte man sich nicht ausschließlich an die Mindestangaben auf der Verpackung halten, sondern sicherstellen, dass der Untergrund tatsächlich vollständig trocken ist. Feuchtigkeit im Untergrund kann später zu Haftungsproblemen oder optischen Veränderungen in der Oberfläche führen. Geduld in dieser Phase zahlt sich langfristig aus und trägt maßgeblich zur Haltbarkeit der gesamten Beschichtung bei.
Erst wenn der Untergrund vollständig vorbereitet und ausreichend getrocknet ist, erfolgt die eigentliche Abdichtung. Die Sopro Flüssigfolie wird dabei in mehreren Schichten aufgetragen. In allen Übergängen und kritischen Bereichen werden zusätzlich Dichtbänder und Dichtmanschetten eingearbeitet. Dazu gehören insbesondere Wand-Boden-Übergänge, Rohrdurchführungen, Armaturenanschlüsse sowie Bodenabläufe. Die Flüssigfolie sollte möglichst gleichmäßig aufgespachtelt werden, sodass auch die Übergänge von Dichtbändern und Manschetten sauber eingebettet werden und eine durchgehende Abdichtungsebene entsteht.
Nach vollständiger Trocknung bildet die Flüssigfolie eine geschlossene Abdichtungsschicht im Untergrund. Erst wenn diese Abdichtung vollständig ausgehärtet ist, kann mit der eigentlichen Beschichtung begonnen werden. Auf dieser vorbereiteten und abgedichteten Fläche lässt sich Mikrozement SD anschließend problemlos verarbeiten. Der weitere Aufbau erfolgt dann gemäß den jeweiligen Verarbeitungsschritten des Systems.
Das gleiche Prinzip gilt selbstverständlich auch für den Boden. Alle genannten Schritte – von der Untergrundprüfung über die Gewebeeinlage und Spachtelung bis hin zur Abdichtung – gelten gleichermaßen für Wand- und Bodenflächen im Duschbereich. Gerade auf dem Boden ist eine fachgerechte Abdichtung besonders wichtig, da hier dauerhaft Wasserbelastung auftritt. Deshalb sollten Untergrundvorbereitung, Gewebeeinlage, Spachtelung und Abdichtung sowohl an Wänden als auch am Boden mit größter Sorgfalt ausgeführt werden, um eine dauerhaft funktionierende Mikrozement-Dusche zu gewährleisten.
2. Abdichtung im Nassbereich
Eine fachgerechte Abdichtung im Duschbereich ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine dauerhaft funktionierende Mikrozementoberfläche. Dabei muss klar verstanden werden, dass Mikrozement selbst keine Bauwerksabdichtung ersetzt. Die Abdichtung muss immer im Untergrund erfolgen und muss den Anforderungen der geltenden Bauwerksabdichtung im Nassbereich entsprechen. Nur so kann dauerhaft verhindert werden, dass Feuchtigkeit in die Wand- oder Bodenkonstruktion eindringt und dort Schäden verursacht.
Für die Abdichtung empfehlen wir ein System mit Sopro Flüssigfolie in Kombination mit den passenden Dichtbändern und Dichtmanschetten. Dieses Abdichtungssystem hat sich in der Praxis über viele Jahre bewährt und wird häufig im professionellen Innenausbau eingesetzt. Die Flüssigfolie ermöglicht eine durchgehende und nahtlose Abdichtung, die sich sehr gut in den gesamten Aufbau integrieren lässt.
Ein wesentlicher Vorteil der Flüssigabdichtung besteht darin, dass sie sich flächig aufspachteln oder aufrollen lässt und dadurch eine geschlossene Abdichtungsschicht entsteht. Besonders wichtig ist dabei die Verarbeitung in Übergangsbereichen. An Wand-Boden-Übergängen, Rohrdurchführungen, Armaturenanschlüssen oder Bodenabläufen werden zusätzlich Dichtbänder und Manschetten eingesetzt. Diese Bauteile sorgen dafür, dass auch kritische Bereiche zuverlässig abgedichtet sind.
Bei der Verarbeitung der Flüssigfolie empfiehlt es sich, diese nicht nur zu streichen, sondern aufzuspachteln. Dadurch werden die Übergänge der Dichtbänder und Manschetten sauber eingebettet. Gleichzeitig verschwinden die kleinen Überstände der Abdichtungselemente vollständig im Material. Auf diese Weise entsteht eine gleichmäßige, ebene Abdichtungsschicht, die eine ideale Grundlage für den späteren Aufbau mit Mikrozement bildet.
Ein weiterer Vorteil dieses Systems ist, dass nach dem Aushärten eine feste und stabile Abdichtungsschicht entsteht. Genau das ist für Mikrozement besonders wichtig, da der Untergrund dauerhaft stabil und tragfähig bleiben muss. Eine harte und belastbare Abdichtung sorgt dafür, dass sich die Oberfläche später nicht bewegt oder nachgibt.
Probleme können dagegen entstehen, wenn minderwertige oder ungeeignete Abdichtungen verwendet werden. Gerade sehr günstige Abdichtungssysteme besitzen häufig nicht die notwendige Stabilität oder Haftung. Dadurch kann es später zu Schäden im Aufbau kommen.
Ebenso problematisch sind Abdichtungen, die nach dem Aushärten weich oder gummiartig bleiben. Solche Materialien können sich unter Belastung leicht verformen. Da Mikrozement eine dünne und feste Oberfläche bildet, benötigt er jedoch einen stabilen und tragfähigen Untergrund. Wenn sich die Abdichtung darunter bewegt, kann dies langfristig zu Rissen oder Haftungsproblemen führen.
Auch klassische Abdichtbahnen sind für den Aufbau unter Mikrozement in vielen Fällen nicht die optimale Lösung. Diese Systeme sind ursprünglich für den Einsatz unter Fliesen entwickelt worden. Fliesen besitzen eine deutlich höhere Materialstärke und können kleinere Bewegungen im Untergrund besser aufnehmen. Mikrozement hingegen wird nur in einer sehr dünnen Schicht verarbeitet und reagiert daher sensibler auf Bewegungen oder weiche Untergründe.
Aus diesem Grund ist die richtige Wahl der Abdichtung besonders wichtig. Der Untergrund muss auch nach der Abdichtung fest, stabil und tragfähig bleiben, damit der anschließende Mikrozementaufbau dauerhaft funktioniert.
Die Kombination aus Sopro Flüssigfolie, Dichtbändern und Manschetten bietet hier eine sehr zuverlässige Lösung. Das System ermöglicht eine saubere, durchgehende Abdichtung und bildet gleichzeitig eine stabile Grundlage für den weiteren Aufbau. In Verbindung mit einer sorgfältigen Untergrundvorbereitung entsteht so eine sichere Basis für eine langlebige und belastbare Mikrozementoberfläche im Nassbereich. Sopro und Ruco – Die perfekte Lösung für Ihre Mikrozement Dusche.
3. Die richtige Versiegelung bei Mikrozement
Die Versiegelung ist einer der entscheidendsten Faktoren für die Haltbarkeit einer Mikrozementoberfläche. Während Mikrozement selbst für die Gestaltung und Struktur der Oberfläche verantwortlich ist, sorgt die Versiegelung dafür, dass die Fläche dauerhaft gegen Feuchtigkeit, Verschmutzung und mechanische Belastung geschützt wird. Gerade im Badezimmer oder im Duschbereich ist die Qualität der Versiegelung von zentraler Bedeutung, da die Oberfläche regelmäßig mit Wasser, Reinigungsmitteln und Abrieb in Kontakt kommt.
Grundsätzlich werden im Bereich Mikrozement zwei unterschiedliche Arten von Polyurethan-Versiegelungen eingesetzt: wasserbasierte 2K-PU-Systeme und lösemittelbasierte 2K-PU-Systeme. Beide Systeme bestehen aus zwei Komponenten, die vor der Verarbeitung miteinander gemischt werden und anschließend eine sehr widerstandsfähige Schutzschicht bilden. Dennoch unterscheiden sich beide Varianten deutlich in ihrer Zusammensetzung, ihrer Verarbeitung und ihrer Wirkung auf den Untergrund.
Wasserbasierte 2K-PU-Systeme sind heute weit verbreitet und werden häufig eingesetzt, weil sie relativ geruchsarm sind und sich einfach verarbeiten lassen. Sie bilden eine stabile Schutzschicht auf der Oberfläche, dringen jedoch aufgrund ihrer chemischen Struktur und Viskosität meist weniger tief in den Untergrund ein. Dadurch entsteht häufig eine eher oberflächennahe Schutzschicht. In vielen Anwendungen funktioniert dieses System gut, insbesondere bei dekorativen Wandflächen oder weniger belasteten Bereichen.
Lösemittelbasierte 2K-PU-Systeme hingegen besitzen eine andere Konsistenz und können in vielen Fällen deutlich tiefer in die Oberfläche eindringen. Durch die enthaltenen Lösemittel wird die Viskosität des Materials verändert, wodurch der Lack besser in die Porenstruktur des Mikrozements penetrieren kann. Das führt dazu, dass sich die Versiegelung stärker mit der Oberfläche verbindet und eine sehr widerstandsfähige Schutzschicht entsteht.
Bei unserem System verwenden wir einen hochwertigen lösemittelbasierten Zwei-Komponenten-PU-Lack von Ruco, der sich über viele Jahre hinweg in der Praxis bewährt hat. Dieser Lack ist ursprünglich als Außenlack zugelassen und verfügt über eine sehr hohe Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit, mechanischer Belastung und chemischen Einflüssen. Dadurch eignet er sich besonders gut für stark beanspruchte Oberflächen wie Duschen, Badezimmer oder Böden.
Ein besonderer Vorteil dieses Systems besteht darin, dass sich vor der eigentlichen Versiegelung eine Vorgrundierung direkt aus dem Lack herstellen lässt. Dazu wird der Ruco-Lack mit der V17-Verdünnung um etwa 30 % verdünnt. Diese Mischung wird als erste Schicht auf den Mikrozement aufgetragen. Durch die reduzierte Viskosität kann diese Mischung besonders gut in die Oberfläche eindringen und sorgt dafür, dass die Saugfähigkeit des Mikrozements bereits im Vorfeld reguliert wird. Dadurch entsteht eine optimale Grundlage für die anschließenden Versiegelungsschichten.
Nach dieser vorbereitenden Schicht folgen anschließend zwei Deckschichten mit dem Wuco-Zwei-Komponenten-System. Diese beiden Schichten bilden gemeinsam eine sehr widerstandsfähige und dauerhafte Oberflächenversiegelung. Durch die Kombination aus der penetrierenden Vorgrundierung und den stabilen Deckschichten entsteht ein äußerst belastbarer Schutzfilm, der sich für anspruchsvolle Anwendungen hervorragend eignet.
Bei der Verarbeitung der Versiegelung entstehen die meisten Fehler nicht durch das Material selbst, sondern durch kleine Unachtsamkeiten während des Auftrags. Ein häufiges Problem ist beispielsweise, dass die Lackwalze die Ecken und Kanten der Fläche nicht vollständig erreicht. Dadurch können kleine Fehlstellen entstehen, an denen später Feuchtigkeit eindringen könnte.
Aus diesem Grund sollte bei der Verarbeitung immer ein feiner Pinsel zur Hand sein. Während die Fläche mit der Walze versiegelt wird, sollte gleichzeitig mit dem Pinsel dafür gesorgt werden, dass ausreichend Lack auch in die Ecken, Kanten und Übergänge gelangt. Dieser Arbeitsschritt sollte parallel zum Walzen erfolgen und nicht zeitversetzt. Nur so kann sichergestellt werden, dass die gesamte Fläche gleichmäßig beschichtet wird und keine unbehandelten Bereiche entstehen.
Die Deckschichten müssen grundsätzlich zweimal aufgetragen werden. Da der Lack transparent ist, lässt sich die aufgetragene Menge nicht immer sofort erkennen. Deshalb ist es wichtig, sich während der Verarbeitung auf die Reflexion des Lacks zu konzentrieren. Anhand der Lichtreflexion kann man gut erkennen, ob die Fläche gleichmäßig benetzt ist oder ob noch trockene Stellen vorhanden sind.
Ebenso sollte darauf geachtet werden, dass durch die Bewegung der Walze keine sichtbaren Spuren entstehen. Die Walze sollte gleichmäßig geführt werden, der Druck sollte kontrolliert werden und das Material sollte immer ausreichend auf der Walze vorhanden sein. Außerdem ist es wichtig, nass in nass zu arbeiten und nicht wieder in bereits angetrocknete Bereiche zu rollen. Dadurch entstehen gleichmäßige und optisch ruhige Oberflächen.
Mit etwas Übung und handwerklichem Geschick ist es durchaus möglich, dass auch Endkunden eine solche Versiegelung erfolgreich selbst durchführen können. Entscheidend ist dabei ein ruhiges Arbeiten, ein gleichmäßiger Materialauftrag und die Aufmerksamkeit für Details während der Verarbeitung.
Nach dem Auftragen der Versiegelung muss der Siegellack ausreichend aushärten. Zwar ist es in der Regel möglich, die Fläche bereits nach etwa 48 Stunden vorsichtig zu betreten oder leicht zu nutzen, jedoch sollte man in dieser Phase noch sehr vorsichtig sein. Feuchtigkeit, stehendes Wasser, mechanische Belastungen oder intensive Nutzung sollten zunächst vermieden werden.
Die vollständige Aushärtung der Versiegelung dauert etwa sieben Tage. Erst danach erreicht der Lack seine volle Belastbarkeit und Beständigkeit.
Nach dieser Aushärtungszeit empfiehlt es sich, die Übergänge in den Ecken und Kanten zusätzlich abzudichten. Hier sollte ein hochwertiger PU-Dichtstoff verwendet werden, beispielsweise von Sika. Diese Dichtstoffe sind ebenfalls für den Außenbereich geeignet und besitzen eine sehr hohe Haltbarkeit sowie eine dauerhafte Elastizität.
Von der Verwendung von Silikon ist in diesem Bereich abzuraten. Silikon gehört ausschließlich in klassische Wartungsfugen und muss regelmäßig erneuert werden. Zudem kann Silikon unter Umständen zu Haftungsproblemen oder Beschädigungen an der Mikrozementoberfläche führen. Ein hochwertiger PU-Dichtstoff hingegen bleibt dauerhaft flexibel, haftet sehr zuverlässig und sorgt dafür, dass die Übergänge langfristig dicht bleiben.
Die Kombination aus einer sorgfältigen Untergrundvorbereitung, einer fachgerechten Abdichtung und einer hochwertigen PU-Versiegelung bildet somit die Grundlage für eine langlebige und widerstandsfähige Mikrozement Dusche. Gerade in stark beanspruchten Bereichen wie Duschen oder Badezimmern zahlt sich eine präzise und saubere Verarbeitung langfristig aus.
Mikrozement SD – bewährtes System mit Erfahrung
Mikrozement SD gehört zu den früh etablierten Mikrozement-Systemen im deutschsprachigen Raum. Über viele Jahre hinweg wurde das Material in zahlreichen Projekten eingesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt.
Die Marke Mikrozement SD wurde von Nadine Schmelter registriert und hat sich im Bereich moderner fugenloser Oberflächen erfolgreich etabliert.
Der professionelle Vertriebspartner für Deutschland ist Thomas Brand in Bremen. Von dort aus erfolgt die Lagerung und logistische Abwicklung der Produkte.
Kunden können nach Terminvereinbarung das Lager besuchen und sich verschiedene Musterplatten und Oberflächen ansehen.
Beratung und Unterstützung bei Mikrozement Projekten
Gerade bei Mikrozement-Projekten ist eine gute Planung entscheidend. Die meisten Projekte umfassen eine Mikrozement Dusche.
Je nach Projekt können unterschiedliche Faktoren eine Rolle spielen:
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Untergrundbeschaffenheit
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gewünschte Oberfläche
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Farbgestaltung
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Belastung der Fläche
Durch Erfahrung aus zahlreichen Projekten lassen sich viele typische Fehler bereits im Vorfeld vermeiden.
Fazit: Mikrozement Dusche als moderne Alternative zu Fliesen
Eine Mikrozement Dusche bietet eine elegante, moderne und langlebige Alternative zu klassischen Fliesen.
Die Kombination aus:
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fugenloser Oberfläche
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hochwertiger Versiegelung
-
moderner Betonoptik
-
hoher Belastbarkeit
macht Mikrozement zu einem der interessantesten Materialien für moderne Badezimmer.
Mit einem bewährten System wie Mikrozement SD und einer hochwertigen Versiegelung entsteht eine Oberfläche für ihre Mikrozement Dusche, die über viele Jahre hinweg zuverlässig funktioniert und gleichzeitig ein modernes Design bietet.