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Fassadenputz in Betonoptik – individuelle Fassaden gestalten
Eine Fassade in Betonoptik muss nicht aus schweren Betonplatten bestehen. Mit unserem modellierbaren Fassadenbeton entsteht die Wirkung direkt auf der Außenwand: als ruhige, gleichmäßige Fläche, mit lebendiger Spachtelstruktur oder mit Linien, die einzelne Betonplatten andeuten.
Der Fassadenputz in Betonoptik lässt sich passend zum Gebäude gestalten. Ein helles Grau wirkt zurückhaltend, dunklere Farbtöne setzen klare Akzente. Wie stark die Betonzeichnung sichtbar wird, entscheidet die Verarbeitung: Die Fläche kann fein und eben bleiben oder gezielt mit der Kelle strukturiert werden. So lassen sich sowohl große Fassadenflächen als auch einzelne Wandbereiche gestalten.
Die Ausführung kurz erklärt
- Untergrund vorbereiten: Die Fassadenfläche muss tragfähig, sauber, trocken und ausreichend eben sein.
- Haftgrund auftragen: Ein für Untergrund und Beschichtung geeigneter Haftgrund schafft die Grundlage für den Auftrag.
- Fassadenbeton aufziehen: Die Masse wird dünn aufgetragen und zunächst gleichmäßig verteilt.
- Oberfläche gestalten: Solange das Material bearbeitbar ist, entsteht mit der Kelle die gewünschte Struktur. Abgeklebte Linien können eine Plattenaufteilung darstellen.
Eine Fassade mit Charakter – bis ins Detail
Die Fassade prägt den Eindruck eines Hauses schon aus der Entfernung. Aus der Nähe zeigt sich, was sie besonders macht: feine Körnung, Spuren der Kelle und eine Oberfläche, auf der Licht und Schatten immer neue Nuancen hervorbringen.
Mit unserem Fassadenputz in Betonoptik bestimmen Sie selbst, wie dieser Eindruck entsteht. Gestalten Sie eine ruhige, zusammenhängende Fläche, arbeiten Sie die Betonstruktur deutlicher heraus oder gliedern Sie die Wand optisch in großformatige Platten. Auch der Farbton verändert die Wirkung – von hellem Greige bis zu markantem Anthrazit. So wird aus der Außenwand eine Fassadengestaltung, die zur Architektur Ihres Hauses passt.

Auf welchen Untergründen kann Fassadenputz in Betonoptik aufgetragen werden?
Unser Fassadenputz in Betonoptik ist für die Gestaltung senkrechter Außenflächen vorgesehen – beispielsweise an verputzten Fassaden, Gartenmauern, Zaunelementen und geschützten Wandflächen im Balkonbereich. Entscheidend ist nicht, ob die Wand neu oder bereits älter ist, sondern ob ihre Oberfläche für eine dünne dekorative Beschichtung geeignet vorbereitet wurde.
Als mögliche Untergründe kommen ebene, tragfähige mineralische Außenputze und geeignete Armierungsschichten auf massivem Untergrund infrage. Auch ein vorhandener Acrylputz kann grundsätzlich überarbeitet werden, wenn er fest haftet und seine Eignung im konkreten Aufbau geprüft wurde. Zementgebundene Bauplatten benötigen einen für den Außenbereich geeigneten, fachgerecht ausgeführten Untergrundaufbau einschließlich der Fugen und Anschlüsse.
Die Fläche muss fest, sauber, trocken und ausreichend eben sein. Lose Putz- oder Farbschichten, Staub und andere haftungsmindernde Bestandteile sind vor dem Auftrag zu entfernen. Stark oder unterschiedlich saugende Flächen benötigen zunächst eine dafür geeignete Grundierung. Anschließend wird ein auf den Fassadenputz abgestimmter Haftgrund aufgetragen. Eine grob strukturierte Altfassade ist noch keine ausreichend ebene Grundlage für eine feine Betonoptik. Ihre Struktur muss zuvor mit einem geeigneten Außenmaterial ausgeglichen werden. Der dünne dekorative Auftrag ist nicht dafür gedacht, tiefe Unebenheiten oder Schäden des Untergrunds zu überdecken.
Die hier beschriebene Anwendung betrifft senkrechte Flächen. Böden, größere waagerechte Flächen und wasserführende Abdeckungen gehören nicht zu diesem Anwendungsbereich. Der genaue Aufbau richtet sich stets nach dem Zustand der vorhandenen Fläche.
Technische Informationen zum Fassadenputz in Betonoptik
Der Fassadenputz in Betonoptik ist eine gebrauchsfertige, polymerhaltige Dekorbeschichtung für geeignete Außenflächen. Seine mineralischen Bestandteile umfassen Dolomit und Quarz. Je nach Verarbeitung entsteht eine ruhige, durchgehende Betonoptik, eine lebendig gespachtelte Oberfläche mit dekorativen Vertiefungen oder eine angedeutete Betonplatten-Optik.
Geeignete Einsatzbereiche und Untergründe
Der Hersteller sieht das Produkt für Fassaden, Zäune und weitere Außenflächen vor. Als mögliche Untergründe nennt er unter anderem Armierungsmörtel, Zementbauplatten, OSB-Platten sowie vorhandene mineralische und Acrylputze. Voraussetzung ist stets, dass der konkrete Untergrund für den Beschichtungsaufbau geeignet und ausreichend tragfähig ist.
Die Fläche muss fest, eben, sauber, staubfrei und vollständig trocken sein. Lose Beschichtungen werden entfernt und Fehlstellen vor dem dekorativen Auftrag ausgebessert.
Grundierung und Haftgrund
Stark saugende oder unterschiedlich saugende Untergründe sollten zunächst mit einem dafür geeigneten Tiefengrundvorbehandelt werden. Nach dessen Trocknung wird auf der gesamten Fläche ein hochwertiger, für Untergrund und Fassadenputz geeigneter feinkörniger Quarz-Haftgrund gleichmäßig und dünn mit der Rolle aufgetragen. Der Quarz-Haftgrund muss vor dem Auftrag der Betonmasse vollständig trocken sein. Bei der Kombination mit einem anderen Haftgrund als dem ursprünglichen Systemprodukt sind dessen Eignung für den jeweiligen Untergrund, den Außenbereich und die nachfolgende Beschichtung zu prüfen.
Vorbereitung und Einfärbung der Masse
Die Masse wird gebrauchsfertig und in pastöser Konsistenz geliefert. Vor dem Auftrag wird sie gründlich durchgemischt. Während Arbeitsunterbrechungen bleibt das Gebinde dicht verschlossen. Der Hersteller bietet Weiß, Grau, Greige, Anthrazit, Graphit, Taupe-Braun und Kaschmirbeige an. Auch eine individuelle Einfärbung mit geeigneten Pigmenten für Fassadenputze ist vorgesehen. Farbe und Struktur entstehen somit in der Beschichtung selbst; ein nachträglicher Farbanstrich gehört nicht zum beschriebenen Aufbau.
Einlagiger Auftrag für eine durchgehende Betonoptik
Der Fassadenputz wird mit einer Edelstahl-Dekorationskelle, beispielsweise einer Venezianerkelle, auf den trockenen Quarz-Haftgrund aufgetragen und gleichmäßig verteilt. Die empfohlene Schichtdicke beträgt etwa 1 mm beziehungsweise eine Korngröße. Für eine lebendige Struktur wird die frische Masse mit der Kelle stellenweise leicht angehoben. Nach einigen bis mehreren Minuten wird die anziehende Oberfläche behutsam geglättet. So können dekorative Vertiefungen sichtbar bleiben, während die übrige Fläche geglättet wird. Eine ruhigere Wirkung lässt sich durch eine entsprechend gleichmäßige Werkzeugführung gestalten.
Zweilagiger Auftrag für eine angedeutete Betonplatten-Optik
Für den vom Hersteller beschriebenen Platteneffekt werden zwei Schichten aufgetragen. Die erste Schicht wird etwa 1 mm dick verteilt, nach kurzem Anziehen geglättet und vollständig trocknen gelassen. Anschließend wird die gewünschte Plattenaufteilung angezeichnet und mit geeignetem Spezialband abgeklebt. Die Herstelleranleitung nennt hierfür 3 mm oder 6 mm breite Bänder. Die zweite Schicht wird ebenfalls etwa 1 mm dick aufgetragen und gestaltet. Nach dem Strukturieren, aber noch vor dem Trocknen dieser Schicht, wird das Band vorsichtig entfernt. Die Linien sind eine optische Gestaltung innerhalb der Beschichtung.
Materialbedarf
Ein 18-kg-Gebinde reicht laut Hersteller auf einer ebenen Fläche bei einlagigem Auftrag für bis zu 25 m². Bei zweilagigem Auftrag für den Platteneffekt sind es bis zu 12,5 m². Das entspricht rechnerisch etwa 0,72 kg/m²beziehungsweise 1,44 kg/m² bei Erreichen der jeweils angegebenen maximalen Flächenleistung. Der tatsächliche Bedarf kann insbesondere durch die Beschaffenheit des Untergrunds, die aufgetragene Schichtdicke und die gewünschte Struktur höher ausfallen.
Verarbeitungsbedingungen und Trocknung
Die angegebene Verarbeitungstemperatur liegt zwischen +5 °C und +25 °C. Starke Sonneneinstrahlung, Zugluft sowie sehr niedrige oder hohe Luftfeuchtigkeit sind während des Auftrags zu vermeiden. Bei etwa 20 °C nennt der Hersteller eine Trocknungszeit von ungefähr 6 Stunden. Die vollständige Aushärtung erfolgt nach etwa 7 Tagen. Die frisch gestaltete Fläche muss bis zur vollständigen Trocknung vor Wasser geschützt werden.
Fertige Oberfläche und Nachbearbeitung
Nach dem Trocknen benötigt der Fassadenputz laut Hersteller bei der beschriebenen Außenanwendung keine zusätzliche Imprägnierung oder Versiegelung. Auch ein abschließender Farbanstrich ist für die eingefärbte Betonoptik nicht vorgesehen. Kleinere Erhöhungen an Übergängen können mit einem Spachtel entfernt oder nach dem Trocknen vorsichtig mit einem feinen Schleifgitter bearbeitet werden. Werden geschliffene Stellen heller, empfiehlt der Hersteller, sie zu entstauben, vorsichtig feucht abzuwischen und erneut trocknen zu lassen.
Lagerung
Die angegebene Lagerfähigkeit beträgt 24 Monate, sofern das Produkt dicht verschlossen, trocken und bei +5 °C bis +30 °C gelagert wird.












